eCar-Service

Kfz-Meisterbetriebe mit eCar-Service bieten fachgerechte Service- und Reparaturarbeiten für Fahrzeuge mit Elektroantrieb

Wenn das E-Auto in die Werkstatt muss

Für die Elektromobilität gut gerüstet: In eCar-Service-Werkstätten gibt es Mitarbeiter:innen, die für Arbeiten an Hochvoltsystemen im spanungsfreien Zustand (FHV) qualifiziert sind. Sie können an Elektrofahrzeugen selbstständig und sicher arbeiten. Dazu gehören alle Arbeiten an spannungsfreien Hochvolt-Systemen und -Komponenten oder in deren Gefährdungsbereich, wie Messen von Isolationswiederständen, Instandsetzen, Auswechseln, Ändern und Prüfen.

Die Werkstattsuche befindet sich noch im Aufbau.
Tragen Sie deshalb jetzt Ihren eCar-Service-Betrieb ein!
So finden Autofahrer schnell eine passende Werkstatt in der Nähe.
Das Zusatzeichen eCar-Service können Sie im Kfz-Meistershop bestellen.

 

DAT-Umfrage

Unsicherheit bei E-Kompetenz der Werkstatt: Unabhängig davon, ob man ein E-Auto besitzt oder nicht, wurden die Pkw-Halter befragt, ob sie glauben, dass ihre Werkstatt imstande wäre, ein E-Auto zu reparieren. Zwar ist es schwierig, die Kompetenz einer Werkstatt von Laien beurteilen zu lassen, aber dennoch liefern die Ergebnisse ein interessantes Bild: 28% der Befragten legen sich bei diesem Thema nicht fest, 38% trauen ihrer Werkstatt die Reparatur und Wartung eines E-Autos zu, aber immerhin 34% sprechen ihrer Werkstatt die Kompetenz ab. 58% glauben, dass nur spezialisierte Werkstätten imstande sind, E-Autos zu reparieren.

DAT-Barometer zur Verbrauchersicht: E-Auto-Kompetenz der Werkstatt

Anforderungen

Welche Anforderungen erfüllen eCar-Service-Betriebe?

Allgemein:

  • Handwerksrolleneintrag Kraftfahrzeugtechniker-Handwerk oder
  • Handwerksrolleneintrag Karosserie- und Fahrzeugbauer-Handwerk
  • Mitgliedschaft in einer Innung des Kraftfahrzeughandwerks
  • Abschluss des Gestattungsvertrages zum Zusatzzeichen eCar-Service

Mitarbeiterqualifizierung:

  • Qualifikation Stufe 2S: Fachkundige Person (FHV)
    Die erfolgreiche Qualifizierung nach dieser Stufe befähigt die Fachkundigen, an Hochvoltsystemen selbstständig und sicher zu arbeiten. Alle Arbeiten an spannungsfreien HV-Systemen und -Komponenten oder in deren Gefährdungsbereich, z. B. Messen von Isolationswiderstanden, Instandsetzen, Auswechseln, Ändern und Prüfen, zählen zu Arbeiten an HV-Systemen im spannungsfreien Zustand.
    Sofern die Qualifikation Stufe 2S nicht Bestandteil der Berufsausbildung war, ist die erfolgreiche Teilnahme an einer entsprechenden Zusatzqualifikation nachzuweisen.

Betriebliche Mindestanforderungen:

Arbeitsschutzmaßnahmen:

  • Gefährdungsbeurteilung erstellen und Schutzmaßnahmen festlegen
  • Sicherstellen, dass nur ausreichend qualifizierte Beschäftigte die Arbeiten an HV-Systemen von Fahrzeugen durchführen
  • Regelmäßige Unterweisungen der Beschäftigten, z.B. zur Qualifikation Stufe 1S

Ausstattung:

  • Zweipoliger Spannungsprüfer
  • persönliche Schutzausrüstungen, z.B. Isolierhandschuhe, Helm mit Visier
  • Ladepunkt mit einer Ladeleistung von mindestens 11kW
  • isoliertes Werkzeug für die Arbeit am Hochvoltsystem
  • Absperrsysteme: Zur Absperrung des Arbeitsplatzes bei der Arbeit an Hochvoltfahrzeugen
  • Kennzeichnung: Markieren des E-Fahrzeugs vor der Arbeit mit Warnzeichen, Kennzeichnungen, Wartungsanhänger und Warnband
  • Verriegelung: Schützt vor der versehentlichen Inbetriebnahme mit Vorhängeschlössern, Steckerabsperrungen, Aufsteckhüllen für Kabelenden und verriegelbaren Aufbewahrungsstationen für Schlösser, Schlüssel und Verriegelungen
  • geeignetes Diagnosegerät

Abstellfläche für beschädigte/verunfallte HV-Fahrzeuge:

(Sollte kein entsprechender Bereich auf dem Betriebsgelände vorhanden sein, ist eine entsprechende Ausweichfläche außerhalb des Betriebsgeländes vorzuhalten und nachzuweisen. Ein kurzfristiger Transport des Fahrzeuges zu der entsprechenden Ausweichfläche muss jederzeit gewährleistet sein.)

  • Mindestens eine befestigte Fläche im Freien mit einem Mindestabstand von 5 Metern zu anderen Fahrzeugen und umliegenden Gebäuden
  • Sicherungsmöglichkeit gegen Zutritt von Unbefugten
  • Flächenbegrenzung und Warnhinweise in Anlehnung an EN 50110
  • Fläche ist nicht durchgehend freizuhalten, aber bei Bedarf schnell zur Verfügung zu stellen
  • Brandschutz, z.B. speziell für HV Fahrzeuge entwickelte Löschdecken

„eCar-Service“: Kfz-Gewerbe ist für E-Mobilität gut aufgestellt

Auf der Automechanika haben ZDK-Präsident Jürgen Karpinski und ZDK-Vizepräsident und Bundesinnungsmeister Wilhelm Hülsdonk die Initiative „eCar-Service“ vorgestellt. Damit zeigt das Deutsche Kraftfahrzeuggewerbe, dass die Kfz-Meisterbetriebe für Service- und Reparaturarbeiten an Hybrid- und Elektrofahrzeugen bereits jetzt bestens gerüstet sind. Mit "eCar-Service", dem neuen Zusatzzeichen zum Kfz-Meisterschild, können Kfz-Betriebe nun auch ihren Kunden zeigen, dass sie über gut qualifiziertes Personal und die nötige Werkstattausrüstung für Arbeiten an E-Autos verfügen.

„Das Signal ist eindeutig: Wir können selbstverständlich auch E-Auto“, betont ZDK-Präsident Jürgen Karpinski. „Auch wenn erst vergleichsweise wenige Hybrid- und Elektrofahrzeuge zum Service oder zur Reparatur in die Betriebe kommen, sind wir als Kfz-Gewerbe gut vorbereitet. Die Werkstätten sind hier deutlich weiter als etwa der Ausbau der Ladeinfrastruktur.“

Um sich den neuen technischen Herausforderungen zu stellen, sind bereits heute mehr als 30.000 Mitarbeiter:innen der Kfz-Betriebe zum „Fachkundigen für Arbeiten an HV-Systemen in Kraftfahrzeugen“ qualifiziert.

„Mit eCar-Service wollen wir den Autofahrer:innen zeigen, dass wir auch in Zukunft ihre verlässlichen und top qualifizierten Partner für Service und Reparatur am Fahrzeug bleiben, ganz gleich, mit welchem Antrieb“, so Wilhelm Hülsdonk, ZDK-Vizepräsident und Bundesinnungsmeister. Kunden können sich ab Ende September auf der Webseite eCar-Service.de informieren und eine geeignete Werkstatt in ihrer Nähe finden.

Die zu erfüllenden Anforderungen der Betriebe haben der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) und der Zentralverband Karosserie- und Fahrzeugtechnik (ZKF) gemeinsam abgestimmt. Kfz- und Karosseriebaubetriebe können sich für „eCar-Service“ qualifizieren, wenn sie unter anderem über mindestens eine „Fachkundige Person (FHV nach DGUV-Information 209-093) und die notwendige Werkstattausrüstung verfügen. Außerdem muss es einen Ladepunkt mit einer Ladeleistung von mindestens 11 kW sowie eine geeignete Abstellfläche für beschädigte Hochvolt-Fahrzeuge geben.

Betriebe, die alle Anforderungen erfüllen, können Kunden ihr Werkstattangebot mit „eCar-Service“ präsentieren. Das Zusatzzeichen gibt es im kfz-meister-shop.de.
 

Das virtuelle e-Autohaus ist eine interaktive Plattform des Kfz-Landesverbandes Hessen. Hier können Nutzer acht unterschiedliche Erlebniswelten der E-Mobilität in einem Autohauses besuchen: 

  • Potentiale
  • Förderung
  • Aufladen
  • Probefahrt
  • Kosten
  • Umwelt
  • Unfall
  • Energie

In jedem dieser Bereiche finden sich Video-Interviews zum jeweiligen Themenfeld sowie weiterführende Links, Infoboards und Downloads. Entscheidet sich ein Nutzer beispielsweise für die Rubrik Laden, findet er dort mehrere Video-Gespräche mit einem Experten für Ladeinfrastruktur.