eCar-Service

Kfz-Meisterbetriebe mit eCar-Service bieten fachgerechte Service- und Reparaturarbeiten für Fahrzeuge mit Elektroantrieb

Wenn das E-Auto in die Werkstatt muss

Für die Elektromobilität gut gerüstet: In eCar-Service-Werkstätten gibt es Mitarbeiter:innen, die für Arbeiten an Hochvoltsystemen im spanungsfreien Zustand (FHV) qualifiziert sind. Sie können an Elektrofahrzeugen selbstständig und sicher arbeiten. Dazu gehören alle Arbeiten an spannungsfreien Hochvolt-Systemen und -Komponenten oder in deren Gefährdungsbereich, wie Messen von Isolationswiederständen, Instandsetzen, Auswechseln, Ändern und Prüfen.

DAT-Umfrage

Unsicherheit bei E-Kompetenz der Werkstatt: Unabhängig davon, ob man ein E-Auto besitzt oder nicht, wurden die Pkw-Halter befragt, ob sie glauben, dass ihre Werkstatt imstande wäre, ein E-Auto zu reparieren. Zwar ist es schwierig, die Kompetenz einer Werkstatt von Laien beurteilen zu lassen, aber dennoch liefern die Ergebnisse ein interessantes Bild: 28% der Befragten legen sich bei diesem Thema nicht fest, 38% trauen ihrer Werkstatt die Reparatur und Wartung eines E-Autos zu, aber immerhin 34% sprechen ihrer Werkstatt die Kompetenz ab. 58% glauben, dass nur spezialisierte Werkstätten imstande sind, E-Autos zu reparieren.

DAT-Barometer zur Verbrauchersicht: E-Auto-Kompetenz der Werkstatt

„eCar-Service“: Kfz-Gewerbe ist für E-Mobilität gut aufgestellt

Auf der Automechanika haben ZDK-Präsident Jürgen Karpinski und ZDK-Vizepräsident und Bundesinnungsmeister Wilhelm Hülsdonk die Initiative „eCar-Service“ vorgestellt. Damit zeigt das Deutsche Kraftfahrzeuggewerbe, dass die Kfz-Meisterbetriebe für Service- und Reparaturarbeiten an Hybrid- und Elektrofahrzeugen bereits jetzt bestens gerüstet sind. Mit "eCar-Service", dem neuen Zusatzzeichen zum Kfz-Meisterschild, können Kfz-Betriebe nun auch ihren Kunden zeigen, dass sie über gut qualifiziertes Personal und die nötige Werkstattausrüstung für Arbeiten an E-Autos verfügen.

„Das Signal ist eindeutig: Wir können selbstverständlich auch E-Auto“, betont ZDK-Präsident Jürgen Karpinski. „Auch wenn erst vergleichsweise wenige Hybrid- und Elektrofahrzeuge zum Service oder zur Reparatur in die Betriebe kommen, sind wir als Kfz-Gewerbe gut vorbereitet. Die Werkstätten sind hier deutlich weiter als etwa der Ausbau der Ladeinfrastruktur.“

Um sich den neuen technischen Herausforderungen zu stellen, sind bereits heute mehr als 30.000 Mitarbeiter:innen der Kfz-Betriebe zum „Fachkundigen für Arbeiten an HV-Systemen in Kraftfahrzeugen“ qualifiziert.

„Mit eCar-Service wollen wir den Autofahrer:innen zeigen, dass wir auch in Zukunft ihre verlässlichen und top qualifizierten Partner für Service und Reparatur am Fahrzeug bleiben, ganz gleich, mit welchem Antrieb“, so Wilhelm Hülsdonk, ZDK-Vizepräsident und Bundesinnungsmeister. Kunden können sich ab Ende September auf der Webseite eCar-Service.de informieren und eine geeignete Werkstatt in ihrer Nähe finden.

Die zu erfüllenden Anforderungen der Betriebe haben der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) und der Zentralverband Karosserie- und Fahrzeugtechnik (ZKF) gemeinsam abgestimmt. Kfz- und Karosseriebaubetriebe können sich für „eCar-Service“ qualifizieren, wenn sie unter anderem über mindestens eine „Fachkundige Person (FHV nach DGUV-Information 209-093) und die notwendige Werkstattausrüstung verfügen. Außerdem muss es einen Ladepunkt mit einer Ladeleistung von mindestens 11 kW sowie eine geeignete Abstellfläche für beschädigte Hochvolt-Fahrzeuge geben.

Betriebe, die alle Anforderungen erfüllen, können Kunden ihr Werkstattangebot mit „eCar-Service“ präsentieren. Das Zusatzzeichen gibt es im kfz-meister-shop.de.

 

Mit der Werkstattsuche finden Autofahrer einen eCar-Service-Betrieb in der Nähe. Werkstätten mit eCar-Service können sich selbst in das Verzeichnis eintragen.
 

Die Werkstattsuche befindet sich noch im Aufbau.
Tragen Sie deshalb jetzt Ihren eCar-Service-Betrieb ein!
So finden Autofahrer schnell eine passende Werkstatt in der Nähe.
Das Zusatzeichen eCar-Service können Sie im Kfz-Meistershop bestellen.

 

Anforderungen

Welche Anforderungen erfüllen eCar-Service-Betriebe?

Allgemein:

  • Handwerksrolleneintrag Kraftfahrzeugtechniker-Handwerk oder
  • Handwerksrolleneintrag Karosserie- und Fahrzeugbauer-Handwerk
  • Mitgliedschaft in einer Innung des Kraftfahrzeughandwerks
  • Abschluss des Gestattungsvertrages zum Zusatzzeichen eCar-Service

Mitarbeiterqualifizierung:

  • Qualifikation Stufe 2S: Fachkundige Person (FHV)
    Die erfolgreiche Qualifizierung nach dieser Stufe befähigt die Fachkundigen, an Hochvoltsystemen selbstständig und sicher zu arbeiten. Alle Arbeiten an spannungsfreien HV-Systemen und -Komponenten oder in deren Gefährdungsbereich, z. B. Messen von Isolationswiderstanden, Instandsetzen, Auswechseln, Ändern und Prüfen, zählen zu Arbeiten an HV-Systemen im spannungsfreien Zustand.

Betriebliche Mindestanforderungen:

Arbeitsschutzmaßnahmen:

  • Gefährdungsbeurteilung erstellen und Schutzmaßnahmen festlegen
  • Sicherstellen, dass nur ausreichend qualifizierte Beschäftigte die Arbeiten an HV-Systemen von Fahrzeugen durchführen
  • Regelmäßige Unterweisungen der Beschäftigten z.B. zur Qualifikation Stufe 1S

Ausstattung:

  • Zweipoliger Spannungsprüfer
  • persönliche Schutzausrüstungen, z.B. Isolierhandschuhe, Helm mit Visier
  • Ladepunkt mit einer Ladeleistung von mindestens 11kW
  • isoliertes Werkzeug für die Arbeit am Hochvoltsystem
  • Absperrsysteme: Zur Absperrung des Arbeitsplatzes bei der Arbeit an Hochvoltfahrzeugen
  • Kennzeichnung: Markieren des E-Fahrzeugs vor der Arbeit mit Warnzeichen, Kennzeichnungen, Wartungsanhänger und Warnband
  • Verriegelung: Schützt vor der versehentlichen Inbetriebnahme mit Vorhängeschlössern, Steckerabsperrungen, Aufsteckhüllen für Kabelenden und verriegelbaren Aufbewahrungsstationen für Schlösser, Schlüssel und Verriegelungen
  • geeignetes Diagnosegerät

Abstellfläche für beschädigte/verunfallte HV-Fahrzeuge:

  • Mindestens eine befestigte Fläche im freien mit einem Mindestabstand von 5 Metern zu anderen Fahrzeugen und umliegenden Gebäuden
  • Sicherungsmöglichkeit gegen Zutritt von Unbefugten
  • Flächenbegrenzung und Warnhinweise in Anlehnung an EN 50110
  • Fläche ist nicht durchgehend freizuhalten, aber bei Bedarf schnell zur Verfügung zu stellen
  • Brandschutz z.B. speziell für HV Fahrzeuge entwickelte Löschdecken

Das virtuelle e-Autohaus ist eine interaktive Plattform des Kfz-Landesverbandes Hessen. Hier können Nutzer acht unterschiedliche Erlebniswelten der E-Mobilität in einem Autohauses besuchen: 

  • Potentiale
  • Förderung
  • Aufladen
  • Probefahrt
  • Kosten
  • Umwelt
  • Unfall
  • Energie

In jedem dieser Bereiche finden sich Video-Interviews zum jeweiligen Themenfeld sowie weiterführende Links, Infoboards und Downloads. Entscheidet sich ein Nutzer beispielsweise für die Rubrik Laden, findet er dort mehrere Video-Gespräche mit einem Experten für Ladeinfrastruktur.